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Aus der Mitgliederversammlung 2018

„Gemeinsam mehr erreichen“ –

Bei der Jahreshauptversammlung des Herzebrocker Sportvereins (HSV) am vergangenen Freitag im Lila Schaf erfolgte neben Berichten

über Veranstaltungen und Erfolge sowie Neuwahlen des Vorstandes auch die Anpassung der Mitgliedsbeiträge, um den Verein, der im Jahr 1925 gegründet wurde, zukunftsorientiert aufzustellen.

Wiedergewählt wurden Friedhelm Vielstädte (1. Vorsitzender), Dietrich Lindau (2. Vorsitzender), Reinhard Klapper (Geschäftsführer) und Norbert Brinkmann (Vorstand für Finanzen).

Nach 12 Jahren Vorstandsarbeit als dritte Vorsitzende trat Anne Berens zurück.

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„Ich bleibe im Verein und unterstütze ihn weiterhin“, so Berens. Mit einem Präsent bedankte sich der Verein bei ihr für ihr Engagement. 

Ihre Aufgaben übernimmt ab sofort Gaby Hassemeier, viele Jahre leitete sie die Tanzabteilung. 

Der neue Vorstand setzt sich jetzt wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Friedhelm Vielstädte, 2. Vositzender Dietrich Lindau; 3. Vorsitzende Gaby Hassemeier,; Geschäftsführer Reinhard Klapper; Vorstand Finanzen Norbert Brinkmann

 

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Eine Beitragsanpassung wird notwendig, darin war sich der Vorstand des Herzebrocker Sportvereins einig. Die letzte Anpassung war im Jahr 2006.

Man brauche das Geld, sonst könne das Sportangebot des Herzebrocker Sportvereins, dem mehr als 1600 Mitglieder angehören, nicht mehr aufrechterhalten werden.

Grund für die Anpassung sei eine bessere Entschädigung für die Übungsleiter und Trainer, aber auch das langfristige Binden von talentierten Spielern, die von anderen Vereinen umworben werden. Die Suche nach ehrenamtlichen Vereinsmitarbeitern gestaltet sich immer schwieriger. „Selbst die Kinderturn- und Tanzabteilung, die stets die Nachfolgeregelung innerhalb des Übungsleiterteams problemlos regeln konnte, steht mittlerweile vor enormen Problemen. „Wo sonst schon mal Eltern mit eingesprungen sind, die dann auch längerfristig in der Abteilung tätig waren, werden die Kinder heute nur hingebracht und abgeholt. Wir müssen uns dem Problem stellen und gemeinsam Lösungen finden“, sagte Reinhard Klapper. Eine zeitgemäße Anerkennung der Vereinsarbeit sei mittlerweile unabdingbar.

Der Vorstand hatte sich gründlich vorbereitet und lieferte überzeugende Argumente.

Anhand eines Beispiels, bei dem bis jetzt für ein Kind bis 14 Jahre 42 € im Jahr gezahlt wird – das sind im Monat 3,50 € und für eine Übungsstunde in der Woche 0,88 € – wurde auch den anderen Mitgliedern direkt klar: da muss sich was ändern. „Ihr seid zu günstig“, so der Tenor aus der Versammlung.

„Es gibt Erhebungen vom Landessportbund, die sagen, ein gesunder Verein sollte sich zu ca. 75% aus eigenen Mitteln finanzieren, d.h. mit sicheren Mitteln, das sind die Mitgliedsbeiträge“, erklärte Friedhelm Vielstädte. Ziel sei es mit der Beitragserhöhung für Mitglieder, dass sich der Verein durch 70 % Mitgliedsbeiträge und 30 % Sponsoring, Spenden etc. finanziert. Und so könne man weitere Übungsleiter gewinnen, diese qualifizieren und Infrastrukturen schaffen für Abteilungsleiter, Trainer und Sportler.

Bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme stimmte die Versammlung dem Antrag des Vorstandes auf Beitragsanpassung zu.

So zahlen ab April Kinder, Jugendliche, Studenten und Schüler bis 18 Jahre 60 €, Erwachsene 108 €, Familien 162 €, Alleinerziehende 81 € und fördernde Mitglieder 48 € im Jahr. Die Kursgebühren für HSV-Mitglieder bleiben gleich, für Nichtmitglieder gibt es eine Anhebung um 1 € / Stunde. Für diejenigen, die sich ehrenamtlich im Verein engagieren und Mitglied sind, würden die Kursgebühren wegfallen. Weitere Informationen im Internet: verein.herzebrockersv.de.

Der Herzebrocker Sportverein ist in sechs Abteilungen untergegliedert. Zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene nutzen das Angebot von Handball, Fußball, Tischtennis, Hapkido, Radsport und Turnen, wobei sich dieser Bereich noch in viele Untergruppierungen aufteilt. Dazu zählen die Volleyballer, die Badmintonspieler, sowie die vielen Tanzgruppen. Die Kursangebote in der Turnabteilung haben auch Ihren Anteil am Sportangebot des HSV. Diese reichen von Pilates über Zumba, Thai Chi-Yoga bis hin zum Walking.

Reinhard Klapper warf einen Blick zurück: Vom Neujahrsempfang, der Aktion „Herzebrock bewegt sich“ bis zum HSV-Fest „Die längste Nacht“ organisierte der Verein im vergangenen Jahr viel.

Bei der Sportabzeichenwertung belegte der Sportverein den zweiten Platz im Kreis Gütersloh. Dafür gab es eine Prämie in Höhe von 300 €.

„Was wäre eine Gemeinde ohne Sportverein? Es würde etwas Wichtiges und Wertvolles fehlen, das Gemeinschaftsleben, der sportliche Wettbewerb, die Förderung junger Menschen und der Erhalt der Fitness bis ins hohe Alter“, so die stellvertretende Bürgermeisterin Hildegard Haggeney. Dass die Gemeinde mit Sportanlagen gut aufgestellt ist, das habe vor Kurzem auch die Gemeindeprüfungsanstalt bescheinigt, „Sehr gerne setzt sich die Gemeinde dafür ein, dass dieser Zustand bestehen bleibt, für 2019 ist ein neuer Kunstrasenplatz in Herzebrock geplant.“

Da die Kassenprüfung durch Franz Tegelkamp und Bernd Loermann keine Beanstandung ergeben hatte, stimmte die Versammlung dem Antrag auf Entlastung des Vorstandes einstimmig zu. Außerdem wurden Gerd Radner und Rudi Schnitker als neue Kassenprüfer gewählt. Auch über den Ältestenrat wurde abgestimmt.

Für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein wurden Jens Schürmann, Julian Blakert, Reiner Horch, Daniel Heimeier, Christian Ortkraß, Bettina Bilke, Martina Blakert, Monika Decker, Manfred Perrey, Irmgard Potthoff-Schulze und Angela Stall ausgezeichnet.

40 Jahre im Verein sind: Andreas Baum, Markus Jakobsmeier, Manfred Kreienbaum, Markus Mense, André Möllenbrock, Joerg Kleinegesse, Ralf Lakebrink, Matthias Mersmann, Martin Milchers, Philipp Ossenbrink, Gerd Radner, Raimund Wiengarten, Torsten Wynarski, Werner Meierhoff, Martin Edelmeier, Kurt Geppert, Karl-Hein Jehn und Käthe Landwehr. Auf eine 50- jährige Mitgliederschaft blicken zurück: Udo Grimm, Klaus-Dieter Röttgers und Siegfried Klapper. Heinz Heitvogt ist schon seit 60 Jahren mit von der Partie und Bernhard Funke seit 70 Jahren.

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Der Herzebrocker RTF mit Familientour „Herzebrock bewegt sich“ findet in diesem Jahr nicht statt, soll aber für das kommende Jahr wieder auf dem Programm stehen. Das beliebte Vereinsfest „Die längste Nacht“ findet am 27. Oktober statt.

 

Beitag und Fotos Reyna Baum

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